Weißer Höfe kurz vor der Fertigstellung | RZ vom 11.10.2018

Weißer Höfe kurz vor der Fertigstellung | RZ vom 11.10.2018

Weißer Höfe kurz vor der Fertigstellung |„Beispiel für gelungenen Stadtumbau“

In der Mitte von Koblenz tut sich etwas. Das neue Stadtquartier „Weißer Höfe“ zeigt Gesicht. Mit dem Verschwinden der Gerüste werden die Konturen der Fassaden und damit das Architekturkonzept für den Betrachter deutlich. Im Oktober soll der Innenausbau beendet und letzte Arbeiten erledigt werden, so dass ab November die ersten Mieter einziehen können. 144 Wohnungen mit insgesamt 12.500 Quadratmeter Wohnfläche sind entstanden – alle mit Balkon, alle barrierefrei. Die Bandbreite reicht vom Ein-Zimmer-Appartement bis zur 150-Quadratmeter-Wohnung für Familien. Die Ausstattung, unter anderem mit Fußbodenheizungen, ist gehoben, aber nicht luxuriös – sieht man einmal von den Maisonettewohnungen im Dachbereich ab.
Für Jens J. Ternes ist das Projekt ein wichtiger Beitrag zum Stadtumbau in Koblenz: „In Zukunft wird es immer wichtiger, innerstädtische Problembereiche durch den Bau neuer Wohnungen zu beseitigen. Denn auch mit Blick auf die Umwelt und die demografische Entwicklung geht der Trend weg davon, weiterhin neue Baugebiete auf der grünen Wiese auszuweisen statt innerstädtisch zu verdichten.“ Die Weißer Höfe entlasten aber nicht nur den angespannten Mietwohnungsmarkt. Auch die Stellplatzsituation in der Innenstadt wird stark verbessert. Obwohl die Aufgabenbeschreibung lediglich 200 Stellplätze vorgab, haben es die Planer des Ternes-Teams geschafft, 320 hochwassersichere Stellplätze auf drei Ebenen zu realisieren. Damit verfügt nicht nur jeder Mieter, der dies möchte, über eine Parkmöglichkeit. Interessenten können mindestens 120 zusätzliche Parkplätze angeboten werden. Stolz sind TERNES architekten, dass man zeitlich voll im Plan geblieben ist. „Zeitgerecht und budgettreu liefern sind zentrale Maximen unserer Unternehmensphilosophie. Dass dies auch im Falle der Weißer Höfe gelungen ist, war beileibe keine Selbstverständlichkeit, denn hier galt es, mit verschiedenen Widrigkeiten zurechtzukommen.“ Dazu gehörten die äußerst komplizierten Gründungsarbeiten und die infolge starker Niederschläge zwischenzeitlichen Verwandlung der Baugrube in eine Seenplatte. Außerdem, in der Altstadt nicht ungewöhnlich, gab das Erdreich bei den Arbeiten einige Überraschungen preis. Denkwürdig war der Fund einer 1000-Kilogramm-Fliegerbombe, die vom Kampfmittelräumdienst entschärft wurde. „Archäologische Ausgrabungen und Untersuchungen“, so Ternes, „hatten wir ohnehin fest im Zeitplan einkalkuliert und gemeinsam mit der Landesarchäologie eine Strategie entwickelt, damit Erdarbeiten und Untersuchungen parallel laufen konnten.“ Doch trotz aller vorausschauenden Planung sei es auch dem riesigen Engagement seines Teams, der Partnerfirmen und aller anderer Beteiligten zu verdanken, dass das Großprojekt gestemmt werden konnte. Eine Baustelle dieser Dimension, mit 100.000 Kubikmetern umbautem Raum auf 32.500 qm so zu handeln, sei keine Leichtigkeit, lobt der Architekt. Apropos Dimension: Die war dem ein oder anderen Kritiker etwas zu groß. Dies sieht Jens Ternes freilich anders. Er ist davon überzeugt, dass die starke Durchgliederung der Fassade dem Objekt die Wucht nimmt. Es sei auch wichtig gewesen, die Alte Burg nicht optisch zu erdrücken. Hierzu habe man verschiedene architektonische Elemente eingefügt wie die unterschiedlichen Dachformen und das Türmchen auf dem moselseitigen Trakt. Auch das Farbkonzept in Weiß, Grau und Gelb sowie die Auswahl der Materialien haben aus Sicht des Koblenzer Architekten bewirkt, dass die Weißer Höfe im positiven Sinne das Stadtbild prägen. So sollen beispielsweise die gläsernen Balkone an den Straßenseiten und am Moselufer eine gewisse gestalterische Leichtigkeit verkörpern. Hinzu komme, dass sich die Trakte der Wohnanlage um zwei sehr helle Innenhöfe herum gruppierten, die viel großzügiger geschnitten seien als von Skeptikern befürchtet. Noch im Herbst soll die Bepflanzung beginnen – dabei werden keine kleinen Setzlinge verwendet, sondern komplette Bäume gesetzt. Somit soll bereits im nächsten Frühjahr ein großer Begegnungsraum mit Spielgelegenheiten für Kinder zur Verfügung stehen. „Wir haben die berechtigterweise sehr strengen und auch kostenintensiven Vorgaben in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung erfüllt und es trotzdem geschafft, in exklusiver und zentraler Lage dringend benötigten, ästhetisch ansprechenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das ist für uns als Koblenzer Unternehmen auch Ehrensache. Die Weißer Höfe sind somit ein schönes Beispiel für gelungenen Stadtumbau geworden.“ zieht Jens J. Ternes ein durchweg positives Resümee und freut sich darauf, dass sein Bauwerk bald mit Leben gefüllt wird.



 

 

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